Forschungsstätte
für Frühromantik
und Novalis-Museum
Schloss Oberwiederstedt

Museumsakademie Novalis

Internationale
Novalisgesellschaft e.V.

Novalis-Stiftung

Novalis-Gedenktafel erinnert an Wittenberger Studienzeit



Am 2. Mai 2015, dem 243. Geburtstag Friedrich von Hardenbergs, hatten
sich zahlreiche Novalis-Freunde in Wittenberg versammelt, um vor dem
Haus in der Bürgermeisterstraße 16 („Alte Sternwarte“) einen ersten Blick
auf die neu angebrachte Novalis-Gedenktafel zu werfen.

Die von der Goldschmiedemeisterin Elisabeth Müller-Quade (Karlsruhe)
gestaltete Bronzetafel trägt nicht nur den berühmten Schriftzug des großen
Wiederstedter Sohnes, der sich in den Jahren 1793/94 in Wittenberg auf
sein juristisches Examen vorbereitete, sondern zeigt ihn im Profil, viel-
schichtig – so wie Novalis selbst war – gestaltet.

Einer Forschergruppe um Prof. Heiner Lück (MLU Halle-Wittenberg) war es
gelungen, sich in Wittenberg auf Novalis' Spuren zu begeben, woraufhin der
bislang unbekannte Wohnort von der Wittenberger Bauforscherin und Kunst-
historikerin Dr. Insa Christiane Hennen identifiziert werden konnte. Mit der
Tafel am ehemaligen Haus des Wittenberger Mathematik-Professors Johann
Jacob Ebert (1737-1805) wirft Novalis nun auch in Wittenberg seinen Schatten,
indem er wie einst auf die gegenüberliegende Häuserfront blickt, von wo aus
ihm bisweilen verstohlene Blicke junger Damen ereilten.

Die Tafel wurde von Dr. med. Arved Grieshaber, Vorsitzender der Novalis-Stiftung
„Wege wagen mit Novalis“, gestiftet.