
Das Titelbild des Katalogs
„Novalis und die Aufklärung”
> Ausstellung in Oberwiederstedt und Jena 04.10.2004 - 30.04.2006 <
"Nur Geduld, sie wird, sie muß kommen, die heilige Zeit des ewigen Friedens"
Romantik und Aufklärung sind nicht, wie man lange Zeit gemeint hat, einfache Gegensätze. Vielmehr wissen wir heute, dass die zukunftsweisenden Ideen, die im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts im Kreis der Frühromantiker entwickelt wurden, aus einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit den Ideen der Aufklärung erwachsen sind. Die Ausstellung, die im Rahmen des Themenjahres 2004 "Aufklärung durch Bildung" in Sachsen-Anhalt von der Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum Schloss Oberwiederstedt und dem Museum für Frühromantik Romantikerhaus Jena gemeinsam veranstaltet wurde, machte am Beispiel von Friedrich von Hardenberg (Novalis) diese neue Sicht erstmals umfassend anschaulich.
In das Konzept sind auch Erkenntnisse eingeflossen, die bei der Arbeit am sechsten Band der
Historisch-kritischen Novalis-Ausgabe an der Forschungsstätte für Frühromantik zutage gefördert worden sind. Zeigen doch gerade die Schriften aus dem Jugendnachlass und die Aufzeichnungen aus der Berufstätigkeit in eindrücklicher Weise, wie sich die Gedankenwelt von Novalis im Anschluss an die Tradition der Aufklärung entwickelt hat. Im Konzept der Ausstellung wurde die Aufklärung als Versuch aufgefasst, angesichts der konfessionellen Spaltungen und der Ausdifferenzierung des Wissens eine Methode der Begründung von Erkennen und Handeln auf der Basis universaler Vernunft zu entwickeln, die es vermag, diese Spaltungen und Differenzen zu einer neuen Einheit zusammenzuführen.
Gegliedert in die Themenbereiche Philosophie, Religion, Politik, Naturwissenschaft, Enzyklopädistik und Kunst wurden diese Versuche vorgestellt und so auf Novalis bezogen, dass dessen Ideen als Antworten auf offen gebliebene Probleme der Aufklärung verständlich werden. Das Novalis-Zitat, das der Ausstellung ihr Motto gab "Nur Geduld, sie wird, sie muß kommen die heilige Zeit des ewigen Friedens" sollte an diese Fortentwicklung der aufklärerischen Utopie erinnern.
Die Zusammenarbeit zwischen Oberwiederstedt und Jena führte zu einer Innovation auch in der Organisation der Ausstellung. Sie wurde an beiden Orten immer nur fragmentarisch präsentiert, und die einzelnen Themenbereiche wurden während der Ausstellungszeit mehrfach ausgewechselt. Wer die Ausstellung in ihrer Ganzheit erleben wollte, musste sie sich also ganz im Sinn einer zentralen Idee der Frühromantik "er-fahren". Er musste sich auf eine Reise an zwei wichtige Orte im Leben von Novalis begeben, um in eigenständiger Bewegung die Fragmente zu einem individuellen Ganzen zusammenzufügen.
Begeleitend zur Ausstellung fand im Mai 2005 ein Internationales Symposium statt.
Romantik und Aufklärung sind nicht, wie man lange Zeit gemeint hat, einfache Gegensätze. Vielmehr wissen wir heute, dass die zukunftsweisenden Ideen, die im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts im Kreis der Frühromantiker entwickelt wurden, aus einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit den Ideen der Aufklärung erwachsen sind. Die Ausstellung, die im Rahmen des Themenjahres 2004 "Aufklärung durch Bildung" in Sachsen-Anhalt von der Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum Schloss Oberwiederstedt und dem Museum für Frühromantik Romantikerhaus Jena gemeinsam veranstaltet wurde, machte am Beispiel von Friedrich von Hardenberg (Novalis) diese neue Sicht erstmals umfassend anschaulich.
In das Konzept sind auch Erkenntnisse eingeflossen, die bei der Arbeit am sechsten Band der
Historisch-kritischen Novalis-Ausgabe an der Forschungsstätte für Frühromantik zutage gefördert worden sind. Zeigen doch gerade die Schriften aus dem Jugendnachlass und die Aufzeichnungen aus der Berufstätigkeit in eindrücklicher Weise, wie sich die Gedankenwelt von Novalis im Anschluss an die Tradition der Aufklärung entwickelt hat. Im Konzept der Ausstellung wurde die Aufklärung als Versuch aufgefasst, angesichts der konfessionellen Spaltungen und der Ausdifferenzierung des Wissens eine Methode der Begründung von Erkennen und Handeln auf der Basis universaler Vernunft zu entwickeln, die es vermag, diese Spaltungen und Differenzen zu einer neuen Einheit zusammenzuführen.
Gegliedert in die Themenbereiche Philosophie, Religion, Politik, Naturwissenschaft, Enzyklopädistik und Kunst wurden diese Versuche vorgestellt und so auf Novalis bezogen, dass dessen Ideen als Antworten auf offen gebliebene Probleme der Aufklärung verständlich werden. Das Novalis-Zitat, das der Ausstellung ihr Motto gab "Nur Geduld, sie wird, sie muß kommen die heilige Zeit des ewigen Friedens" sollte an diese Fortentwicklung der aufklärerischen Utopie erinnern.
Die Zusammenarbeit zwischen Oberwiederstedt und Jena führte zu einer Innovation auch in der Organisation der Ausstellung. Sie wurde an beiden Orten immer nur fragmentarisch präsentiert, und die einzelnen Themenbereiche wurden während der Ausstellungszeit mehrfach ausgewechselt. Wer die Ausstellung in ihrer Ganzheit erleben wollte, musste sie sich also ganz im Sinn einer zentralen Idee der Frühromantik "er-fahren". Er musste sich auf eine Reise an zwei wichtige Orte im Leben von Novalis begeben, um in eigenständiger Bewegung die Fragmente zu einem individuellen Ganzen zusammenzufügen.
Begeleitend zur Ausstellung fand im Mai 2005 ein Internationales Symposium statt.

